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archi.granten




"Der Begriff archi.granten setzt sich zusammen aus 'Architektur' und 'Migranten'. archi.granten sind Architekturen oder Fragmente von Architekturen, die ortlos sind. Ortlos sind sie, weil sie ebenso gut hier wie dort in Erscheinung treten können. Es sind modulare Teile aus einem Baukastenprinzip, beliebig variierbar und kombinierbar. Sie sind selbst nichts (Platte) und können doch alles sein (vom Plattenbau bis zum plattenbasierten Einfamilienhaus) oder sind das (standardisierte Verblendung), was aus dem Nichts ein vermeintliches Etwas macht (aus dem Fertighausrohbau ein bayrisches Bauernhaus, ein mecklenburgisches Klinkerhaus oder eine modernistische Bauhausvilla). archi.granten wurden einstmals im weiteren Umkreis von Kernstädten angesiedelt, wo sie heute jedoch nichts länger hält. Und so haben sie sich aufgemacht, um in Gestalt von Einfamilienhaussiedlungen, Shopping-malls und Businessparks ebenso aufs platte Land, wie in historisch gewachsene Innenstädte vorzudringen."




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Konzeptbeschreibung: Im Rahmen eines Kunst-im-öffentlichen-Raum Projekts, das an die Berliner U-Bahn Betriebe gekoppelt ist und sich Fragen der Stadtentwicklung unter besonderer Berücksichtigung des Zusammenhangs von architektonischem und sozialem Wandel/urbaner Migration widmet, werden mehrere Architekturfragmente, sogenannte  'archi.granten', auf die Reise geschickt. Hierzu werden typische, üblicherweise oberirdisch anzutreffenden Architekturen, fragmentarisch nachgebaut und unterirdisch in U-Bahnhöfen montiert. Die Fragmente wechseln im Lauf mehrerer Wochen ihren Standort. Gemäß der Fahrtroute der U-Bahn bewegen sie sich von Station zu Station fort. Auf diese Weise 'migrieren' sie aus Perspektive der täglich mit der U-Bahn fahrenden Pendler kontinuierlich, von den Randbezirken der Stadt, bis in deren Zentrum. (Abbildungen: digitale Kollage)




Regina Weiss und Benno Hinkes © Kunst und öffentlicher Raum - archi.granten